Doppelhaus in Grafing bei München

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Mein Haus spiegelt mein Verständnis von moderner Architektur wider. Wenn sie sich also für meine Arbeit interessieren, besuchen Sie mich und lassen sich vor Ort informieren. Ich freue mich auf Ihren Besuch.

Der Gebäudetyp des Doppelhauses in der Vazaninistraße 11 und 13 ist ein klassisches Doppelhaus. Eine Haushälfte wird von meiner Familie bewohnt. Auch mein Architekturbüro ist in diesem Haus untergebracht.

Detailbeschreibung des Baukonzepts (pdf)Fakten und Zahlen zum Bauwerk (pdf)

Ost-West-Ausrichtung

Bei meiner Architektur spielt die Ost-West-Ausrichtung eine wesentliche Rolle.
Entgegen der allgemeinen Meinung bringt die Ost-West-Ausrichtung deutlich mehr verwertbare Einstrahlung. Dies hängt mit den Tageszeiten und den unterschiedlichen Intensitäten zusammen.
  • Gerade in den Übergangszeiten ist frühmorgens die Ostsonne willkommen und bringt Wärme am Beginn des (noch kühlen) Tages.
  • Mittags, wenn es ohnehin heiß ist, wird die dann zu intensive Strahlung im Süden meist durch Rolläden ausgeblendet, wird also – weil zu viel – nicht genutzt.
  • Abends, bei wieder kühleren Temperaturen, wird die Westseite angenehm und moderat besonnt.

Die – durch die großzügigen Verglasungen der Ost- und Westseiten – lichtdurchfluteten Räume entsprechen einer zeitgemäßen, geradlinigen Architektursprache.

Entwurfsabsicht war von Beginn an, gut nutzbare Raumzuschnitte insbesondere in den Individualräumen zu erhalten. Daher wurden die Zimmer den Fassaden zugeordnet, die Sanitärräume und die Treppe liegen innen, sind aber über den Firstversatz trotzdem natürlich belichtet und belüftet.

Konstruktion

Die tragende Struktur ist Stahlbeton, der mit einer mineralischen Wärmedämmung eingepackt ist. Das Gebäude hat einen “Energiepass”.  Selbst moderner Ziegel kann dies nicht mehr leisten, denn Ziegel sind nach der Energieeinsparverordnung (EnEv) ein schlechter Kompromiss aus Dämmung und Tragfähigkeit. Ziegel, die heute noch zulässig sind, haben einen so hohen Perlite- oder Styroporanteil, dass sie mäßig gut dämmen, wenig tragen, nichts mehr speichern und schon gar nicht mehr “atmen”.

Zudem bringt die tragende Stahlbetonstruktur mit sich, dass alle Innenwände (außer Treppenhaus) nichttragend sind. Die Grundrisse sind also mit überschaubarem Aufwand veränderbar, wenn sich die Erfordernisse des Hausherrn ändern.

Nachdem der Heiz-Estrich eingebracht war, konnten die Innenausbaugewerke die Arbeiten nahezu in einem Zuge fertigstellen. Auf diese Weise konnte das Gebäude für nur netto 843 € je m2 BGF erstellt werden.

Energiekonzept

Grundlage des Energiekonzeptes ist die Erzeugung moderater Oberflächentemperaturen, Stichwort “empfundene Temperatur“. So sind beispielsweise die Böden mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, die nicht heizt, sondern mit 22°C Vorlauftemperatur die Böden nur erwärmt.

Solarenergie wird mit einem fassadenintegrierten Vakuum-Hochleistungs-Röhrenkollektor gewonnen.
Die Ausnutzung der Solarenergie ist so gut, dass mit eine Kollektorfläche von nur 8 qm selbst im Winter bei Sonneneinstrahlung und Außentemperaturen weit unter 0°C der Gasverbrauch für die insgesamt 10 Bewohner gegenüber trübem Wetter halbiert wird.

Während bei konventionellen Solaranlagen den höchsten Sonnenintensitäten oft der geringste Verbrauch gegenübersteht, können hier die unterschiedlichen Temperaturniveaus dank eines ausgeklügelten Systems und einer speziell entwickelten Steuerungseinheit zur Lenkung der gewonnenen Energie optimal genutzt werden.

Sind bei intensiver Sonneneinstrahlung die Brauchwasserspeicher der beiden Häuser bereits voll, wird die überschüssige Energie für die thermische Bauteilaktivierung verwendet. Ist bei schwacher Sonneneinstrahlung das niedrige Temperaturniveau für die Brauchwassererwärmung zu gering, kann diese niedrige Temperatur immer noch für die Bauteilaktivierung verwendet werden.

Im Sommer kommt als zusätzlicher Effekt hinzu, dass die Kellerräume über solare Energie soweit erwärmt werden, dass kein Kondensat ausfällt und das gefürchtete Kellermuffeln ausbleibt.

Detailbeschreibung des Baukonzepts (pdf)Fakten und Zahlen zum Bauwerk (pdf)


2006/12: Umbau eines Reiheneckhauses, Grafing

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Die Westfassade vor und nach dem Umbau: Das Ziel die Westseite für die Belichtung des Hauses zu öffnen, konnte mit wenig Aufwand umgesetzt werden, da wegen der geringen Breite der Fenster keine Stürze eingebaut werden mussten.

reh: eg_alt_gross.jpg reh: eg_neu_gross.jpg Das Erdgeschoss vor und nach dem Umbau. Die geänderte räumliche Zonierung erforderte nur geringe Baumaßnahmen.

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Die räumliche und damit lichttechnische Zonierung wurde mit vertretbarem finanziellen Aufwand der Westausrichtung angepasst.
Das Bild zeigt die Belichtung der zuvor dunklen Innenzone.


Das wärmste Haus von Grafing

In der Ausgabe 1/2009 berichtete house and more, das Kundenmagazin der Bausparkasse Schwäbisch Hall, über das Wohnhaus in Grafing an der Vazzaninistraße, das vom Architekten selbst bewohnt wird.

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Das wärmste Haus von Grafing

Ein Architekt hat es sich in seinem Doppelhaus bei München richtig gemütlich gemacht. Der Umwelt zuliebe …

Eigentlich wollte ich ja das ganze Doppelhaus vermieten“, bekennt der Architekt Klaus Beslmüller, „aber dann habe ich meine Familie drinnen herumgeführt. Und die wollte gar nicht mehr weg.“ Also packte man die Koffer und zog vom alten Grafinger Einfamilienhaus in die rechte Hälfte des neuen Doppelhauses. Wen wundert’s, hat dieses doch nicht nur ein bestechend modernes Innenleben; auch außen genügt es hohen ästhetischen Ansprüchen — trotz Solaranlage.

„Ich kenne das aus meiner beruflichen Praxis vom Gespräch mit den Bauherren“, sagt Beslmüller. „Wenn man jemandem normale Solarplatten schmackhaft machen will, heißt es oft: ‚Ich würde ja auch gern die Umwelt schonen. Aber wie das aussieht …!‘“

Also musste er sich etwas einfallen lassen. Ein echtes Energie-Vorzeigehaus sollte der Neubau aber schon werden: Beslmüller suchte nämlich nicht nur nach einer sicheren Geldanlage, er wollte auch endlich etwas bauen, das den Kunden seine Architekturphilosophie vermittelte.

Als der Rohbau 2005 fertig wurde, war das solare Rückgrat des Gebäudes nur noch für Fachleute zu erkennen: Statt funkelnder blauer Dachplatten schmiegten sich unauffällige graue Röhren in die seitliche Fassade. „Die Röhrenkollektoren waren damals noch neu auf dem Markt. Sie haben einen unschlagbaren technischen Vorteil“, sagt Beslmüller. „Im Gegensatz zu den Platten nutzen sie das Sonnenlicht so gut aus, dass auch im Winter reichlich Energie zusammenkommt. Und erst durch das Doppelhauskonzept wird die Leistungsfähigkeit dieser Anlage richtig ausgenutzt.“

Ein diffiziles System von Fühlern und Steuereinheiten durchzieht das gesamte Haus, damit die Wärme immer nur dorthin geht, wo sie gerade gebraucht wird. Geheizt wird direkt über die Böden und indirekt über die Wände: In den Fußboden eingelassen ist eine Heizung, die nicht wärmer als 23 Grad Celsius wird. Der Stahlbeton der Wände nimmt die überschüssige Raumwärme auf und gibt sie ab, sobald die Luft kühler wird. Diese Wärmestrahlen fühlen sich wärmer an als jede laufende Heizung. „In der Regel frösteln Menschen dann, wenn die Flächen um sie herum Kälte abstrahlen – relativ unabhängig davon, wie warm die Luft ist“, sagt Beslmüller. „Bleiben die Flächen warm, hat man das Gefühl der Gemütlichkeit. Und bei uns ist es sehr gemütlich …“

Natürlich kam er, um diesen Effekt zu erzielen, auch nicht um eine sehr gute Isolierung herum. Die Glasfronten bestehen aus Hightech-Fenstern, die mit dem Edelgas Krypton gefüllt sind, so dass kaum Heizwärme heraus-, im Sommer aber Sonnenwärme hineingelangen kann. Wo die Außenwände aus Beton bestehen, ist das Haus mit einer zwölf Zentimeter dicken Dämmstoffschicht isoliert — auch von unten. „So entstand eine geschlossene Iso- Hülle für unser Haus, ganz ohne Kältebrücken“, sagt Beslmüller.

Mieter für die zweite Hälfte fanden sich auch gleich nach dem Einzug – und sie waren ähnlich kurzentschlossen kurzentschlossen wie die Beslmüllers selbst. „Eigentlich hat die sechsköpfige Familie das Haus nur besichtigt, weil sie selbst in der Nähe bauen wollte. Es hat ihnen dann so gut gefallen, dass sie blieben.“

Durch die Quaderform gibt es reichlich Platz für alle zehn Personen. Sollten es noch mehr werden: Beslmüller wird hier wohnen bleiben, das Haus ist ja auch auf die Zukunft eingerichtet. Alle Innenwände könnten leicht versetzt werden, weil sie nur auf dem Estrich aufliegen. „Es gibt fast keine Familiensituation, der wir uns nicht mit einem Umbau schnell anpassen könnten“, sagt er. Sogar der Schacht für den Treppenlift ist schon da.

(Nike Heinen)

aus: house and more, Kundenmagazin der Bausparkasse Schwäbisch Hall, Ausgabe 1/2009
(mit freundlicher Genehmigung des Verlages)


Europäischer Architekturpreis

3. Mai 2008:

Pressebericht über Verleihung des Architekturpreises

Zusammen mit Professor Thomas Herzog und Hanns Jörg Schrade erhielt Klaus Beslmüller aus den Händen von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee einen der beiden ersten Preise beim Wettbewerb „Europäischer Preis für Architektur und Technik“ aus den Händen von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee.
„Ich finde es gut, dass es gerade dieser Preis ist, und natürlich bin ich auch stolz darauf, dass die Energie langer Jahre so belobigt wurde,” sagt der Zornedinger. 13 Jahre dauerte die Arbeit am Büroneubau der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes VVag, jetzt Soka-Bau, in Wiesbaden. Als Gewinner des Wettbewerbs „Europäischer Preis für Architektur und Technik“ steht diese Arbeit für eine geglückte Kombination von architektonischer Gestaltungsleistung und innovativer Ingenieurskunst.

Stadtgestalterischer Preis

Modernes Doppelhaus mit lichten Glasfassaden

Stadtgestalterischer Preis, GrafingJury des Verkehrsvereins Grafing lobt Architekt Klaus Beslmüller für klare Form und Energiebewusstsein



2007/02: Doppelhäuser, Kirchseeon

Die Gebäude haben je eine Wohnfläche von 209 qm. Die Kellerräume haben eine lichte Raumhöhe von 2,405 m. Insbesondere der westliche Kellerraum mit der geschosshohen Verglasung und dem ebenerdigen Zugang zum Garten ist als vollwertiger Wohnraum bzw. Aufenthaltsraum im Sinne der Bauordnung zu sehen. Diesen Raum hinzugerechnet ergibt sich eine Fläche für Wohnräume von 242 qm. Hier sind die “Nutzflächen” des Kellers etc. immer noch nicht mitgerechnet.

Jede Haushälfte hat acht Zimmer, zzgl. des genannten Raumes im Untergeschoss, darüber hinaus zwei große Kellerräume (Hobbyraum?). Alle Zimmer sind von Größe und Zuschnitt voll nutzbare Räume. Die Mindestbreite ist 3,20 m. Die Häuser haben zwei Bäder, zusätzlich zwei getrennte WCs und im Keller die Möglichkeit der Nachrüstung eines Bades. Hier sind die Installationen wegen des Waschmaschinenanschlusses bereits vorhanden.

Die Eingänge sind auf den Längsseiten angeordnet, so dass sich eine intimere Eingangssituation ergibt als bei Tür-an-Tür-Anordnungen. Neben jedem Haus ist ein Stellplatz angeordnet, jedes Haus erhält zusätzlich eine Garage, welche in einem Garagenhof in der nord-östlichen “Ausbuchtung” des Grundstückes angeordnet ist.

Die durch die großzügigen Verglasungen der Ost- und Westseiten lichtdurchfluteten Räume entsprechen einer zeitgemäßen, geradlinigen Architektursprache.

Die Ost-West-Ausrichtung bringt deutlich mehr verwertbare Einstrahlung als dies bei süd-orientierten Häusern der Fall ist. Frühmorgens ist die Ostsonne willkommen und bringt Wärme am Beginn des (noch kühlen) Tages. Mittags, wird die Sonne im Süden meist durch Rolläden ausgeblendet, wird also – weil zu viel – nicht genutzt. Abends, bei wieder kühleren Temperaturen, wird die Westseite angenehm und moderat besonnt.

 

 

Umbau Dreifamilienhaus

Planprojekt Umbau Dreifamilienhaus München


Verwaltungszentrum Wiesbaden

Verwaltungsgebäude für die Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes SOKA-Bau Wiesbaden

Architekturbüro Herzog + Partner
Projektleitung Klaus Beslmüller, Dipl. Ing. Architekt


Wohnungen Holzstraße Linz

400 Wohnungen Holzstraße in Linz / Österreich

Architekturbüro Herzog + Partner
Projektleitung Klaus Beslmüller, Dipl. Ing. Architekt